Strukturwandel in der Metall- und Elektroindustrie durch berufliche Weiterbildung gestalten

Unter dem Titel „weiterbilden#weiterdenken“ haben Stefan Baron, Peer-Michael Dick, Roman Zitzelsberger einen Sammelband herausgegeben. Anlass sind 20 Jahre Bestand des Tarifvertrags zur Qualifizierung für die Beschäftigten in der Metall- und
Elektroindustrie Baden-Württemberg (TV Quali). Der Band analysiert Herausforderungen und Chancen der Gestaltung des Strukturwandels durch berufliche Weiterbildung aus der Perspektive von Wissenschaft und Praxis. Zu den Autorinnen und Autoren zählen neben der Herausgebern u.a. Lars Windelband, Constanze Kurz, Josephine Hofmann, Peter Dehnbostel und Klaus Schömann.

Martin Fischer und Patrick Fleck zeigen auf, wie mit der die kostenlos inutzbaren Web-Anwendung „AiKomPass“ informelle Kompetenzen von Beschäftigten und Arbeitssuchenden sichtbar gemacht werden können.

Edda Glase und Florian Kunze befassen sich mit der „Stärkung der Digitalkompetenzen von Beschäftigten“ und nehmen dabei die direkten Führungskräfte in den Blick – eine betriebliche Akteursgruppe, die auch im Projekt „Lernförderliche Arbeitsgestaltung im Dienstleistungssektor am Beispiel der Sachbearbeitung: Die doppelte Rolle der Führungskraft“ (https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Fokus/Lernfoerderliche-Arbeitsgestaltung.pdf?__blob=publicationFile&v=4) betrachtet worden ist.

Der Sammelband „weiterbilden#weiterdenken – Den Strukturwandel in der Metall- und Elektroindustrie durch berufliche Weiterbildung gestalten“ steht unter https://www.wbv.de/shop/themenbereiche/berufs-und-wirtschaftspaedagogik/shop/detail/name/_/0/1/6004843/facet/6004843/nb/0/category/1633.html?&pk_campaign=SoMe&pk_kwd=6004843 zur Lektüre bereit.

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Der Rat der Arbeitswelt hat unter dem Titel VIELFÄLTIGE RESSOURCEN STÄRKEN – ZUKUNFT GESTALTEN seinen ersten Bericht vorgelegt

Auftrag des Rates ist eine unabhängige Arbeitsweltberichterstattung, um Politik und Praxis verlässlich und fundiert über den Wandel in der Arbeitswelt zu informieren und zu beraten. Näheres unter https://www.arbeitswelt-portal.de/arbeitsweltbericht/der-rat-der-arbeitswelt

In Kapitel 5 befasst sich der Rat unter der Überschrift LEBENSLANGES LERNEN ALS ZUKUNFTSFAKTOR auch mit der betrieblichen Weiterbildung. Dort heißt es unter anderem: „Den operativen Führungskräften kommt dabei eine Schlüsselrolle als Gatekeeper für arbeitsintegriertes Lernen zu. Dafür sollten sie unterstützende Rahmenbedingungen wie etwa den Auftrag zur Lernförderung und Begleitung durch eine betriebliche Personalentwicklungsfunktion bekommen. Als positive Faktoren können darüber hinaus insbesondere eine mittel- bis langfristige Ausrichtung der Personalarbeit, eine unterstützende Rolle der Personalabteilung, eine vertrauensvolle Kooperation der betrieblichen Sozialpartner, eine wertschätzende Unternehmenskultur sowie die Förderung von Lernen und Weiterbildung wirken. Gremien der Mitbestimmung können ihre Kolleginnen und Kollegen für die Notwendigkeit sensibilisieren, die eigenen Kompetenzen und Qualifikationen anzupassen, und dazu beitragen, Hürden für eine konkrete Teilnahme an Weiterbildung abzubauen.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Rat die Gremien der Mitbestimmung eng in die betriebliche Gestaltung von Kompetenzentwicklung und Weiterbildung einzubinden. Zu prüfen wäre dafür die Zusammenfassung der bisherigen Mitbestimmungs- und Initiativrechte der Betriebsräte zu einem generellen Initiativrecht der Betriebsräte bei der Ein- und Durchführung der Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung. Schließlich sollten Ansätze einer niedrigschwelligen Ansprache und Aktivierung im Betrieb gestärkt werden. Führungskräfte spielen dabei eine zentrale Rolle. Aber auch Ansätze wie betriebliche Lernmentorinnen und -mentoren sollten verstetigt und verbreitert werden, wenn sich diese in angelaufenen Pilotprojekten bewähren“ (S. 196).

Der erste Bericht des Rates der Arbeitswelt steht unter https://www.arbeitswelt-portal.de/fileadmin/user_upload/awb_2021/210517_Arbeitsweltbericht_bf.pdf kostenlos zur Verfügung.

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Überblicksarbeit zu lernförderlicher Arbeitsgestaltung und selbstgesteuertem Lernen erschienen

Niclas Schaper, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Paderborn, hat aktuell unter dem Titel „Lernförderliche Arbeitsgestaltung und selbstgesteuertes Lernen in der Arbeit − Stand der Forschung und Entwicklung“ einen fundierten und theoretisch orientierten Überblick über das Forschungsfeld veröffentlicht. Niclas Schaper ist einer der führenden Experten für das Lernen bei der Arbeit und durch die Arbeit. Im Zentrum seiner Forschungsarbeiten stehen Kompetenzerwerb, Kompetenzmessung und Kompetenzmanagement beim arbeits- und berufsbezogenen Lernen.
Abstract

Eine lernförderliche und demografieorientierte Arbeitsgestaltung sind zentrale Aspekte einer humanorientierten Gestaltung von Arbeitsplätzen und -systemen, die auch im Rahmen des Wandels der Arbeitswelt eine bedeutsame Rolle spielen. Damit werden wichtige Potenziale zur Weiterentwicklung von MitarbeiterInnen erschlossen, die aber auch Anforderungen an diese an das selbstgesteuerte Lernen stellen. Der Beitrag versucht die Frage zu beantworten, auf welche Erkenntnisse der Forschung und Entwicklung man zurückgreifen kann, um diese lernförderlichen Potenziale zu erschließen und wie die daraus entstehenden Lernanforderungen begleitet und unterstützt werden können.

Der Beitrag „Lernförderliche Arbeitsgestaltung und selbstgesteuertes Lernen in der Arbeit − Stand der Forschung und Entwicklung“ ist Teil des von Götz Richter im Nomos Verlag herausgegebenen Bandes „Arbeit und Altern. Eine Bilanz nach 20 Jahren Forschung und Praxis.“ Der Beitrag von Niclas Schaper kann unter folgendem Link kostenfrei heruntergeladen werden: https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Fachbuecher/Arbeit-und-Altern.pdf

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Einladung zur Mitgliederversammlung 15.06.2021

Liebe Mitglieder der ABWF! 

Noch hat uns die Pandemie im Griff, und in ihrem Verlauf gab es auch Veränderungen in der ABWF. Seit dem Jahreswechsel 2021/ 2022 führen wir, Götz Richter und Inga Mühlenbrock, gemeinsam mit Gerd Westermayer im Vorstand und Bernd Floßmann in der Geschäftsführung die Arbeitsgemeinschaft betriebliche Weiterbildungsforschung. Wir haben Ideen und Pläne, wie der ABWF wieder zu mehr Schwung verholfen werden kann – in der Tradition von QUEM & Co., angepasst an die veränderten Lern- und Arbeitsbedingungen. 

Gern möchten wir Euch/ Ihnen diese vorstellen. Dabei ist für uns wichtig, dass wir mit Euch / Ihnen im Austausch sind, attraktive Angebote zu schaffen und gemeinsam auszuloten, wie wir unsere Phantasie, Erfahrungen, Freude an der Zusammenarbeit, unsere Kompetenzen dafür einsetzen können, dem Lernen bei und durch die Arbeit zu mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu verhelfen: in der Forschung, in Betrieben, bei Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden und in der beruflichen Bildung. 

Wir laden daher für Dienstag, 15.06.21, 20:00-21:30 Uhr zur digitalen Mitgliederversammlung ein: 

  • Vorstellung des neuen Vorstandes,
  • Präsentation und Diskussion der Abwf-Aktivitäten 2021/2022, z.B. Stärkung des Transfers Forschung & Praxis, Vorstellung Planungsstand internationale Vortragsreihe, Gründung Kurt-Lewin-Gesellschaft,
  • Stärkung der Vernetzung, 
  • Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit,
  • Vortrag „Lernen durch Arbeit – noch ein Thema im Zeitalter der Digitalisierung?“
    (Götz Richter & Inga Mühlenbrock)

Teilt/ teilen Sie uns bitte bis zum 08.06.2021 per E-Mail (flossmann@abwf.de) mit, ob wir Euch/ Sie zur Mitgliederversammlung begrüßen dürfen. Ihr/ Sie erhaltet/ erhalten dann die Zugangsdaten zur Zoom-Konferenz. 

Für das Bulletin 2021 werden noch Beiträge angenommen. Der Umfang sollte 20.000 Zeichen mit Leerzeichen nicht überschreiten. Ideal wären Textdokumente mit separat gelieferten Illustrationen in druckfähiger Auflösung (300 dpi). Redaktionsschluss ist der 31. Juli 2021

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Beruflicher Neustart – wie geht das in der Krise

Interview mit unserem Vorstandsmitglied, Herrn Dr. Westermayer, bei SWRAktuell Radio zu „Beruflicher Neustart – wie geht das in der Krise“ mit Arne Wiechern (23. April 2021).

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Konstruktive Organisationsentwicklung

Elbe und Erhardt legen hier ein umfassendes Buch zur Organisationsentwicklung als sozialwissenschaftlich fundiertem Ansatz der Gestaltung und Veränderung von Organisationen vor. Sie machen deutlich, dass OE kein Schönwettermodell ist, sondern eine Methode der kooperativen Bewältigung von Krisen und der Sicherung der Innovationsfähigkeit. In über 70 Jahren der Entwicklung dieses Ansatzes wurden eine Vielzahl von Konzepten und Methoden vorgestellt, die hier systematisiert und in einem „Haus der Organisationsentwicklung“ kritisch integriert werden. Damit wird dezidiert Bezug genommen auf eine raumsoziologische Konzeption der OE und auf die Bedeutung des Lernens und der Lernförderlichkeit von Arbeit in Organisationen. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Rolle Kurt Lewins in der Begründung der OE gelegt. In der Anwendung der OE zeigt der Band, wie es gelingt die Betroffenen zu beteiligen, die Organisation zu verstehen und Lernprozesse zu gestalten. Hierfür werden die notwendigen theoretischen Grundlagen geschaffen, Konzepte und Methoden zur Gestaltung des sozialen Wandels vorgestellt und die Umsetzung an Fallbeispielen demonstriert. Ein breiter Serviceteil unterstützt die praktische Anwendung. OE präsentiert sich hier als aktuelle Form der Betrieblichen Weiterbildungsforschung und -entwicklung.

Elbe, M. & Erhardt, U.: Konstruktive Organisationsentwicklung: Menschen verstehen · Organisationen gestalten · Lernkulturen entwickeln. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2020. 1. Auflage. 260 Seiten. ISBN: 978-3-8340-2099-4, Preis: 24,00 €

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Informelles Lernen im Kontext industrieller Arbeit

Zu Beginn des Jahres 2021 ist die Dissertation „Informelles Lernen im Kontext industrieller Arbeit : Konzeptualisierung, Operationalisierung, Antezedenzien und Lernergebnisse“ von Julian Decius am Lehrstuhl von Prof. Niclas Schaper an der Universität Paderborn veröffentlicht worden.

Abstract

Informelles Lernen am Arbeitsplatz ist die vorherrschende Form des arbeitsbezogenen Lernens. Insbesondere im Hinblick auf Lernbarrieren der formalen Weiterbildung bei an- und ungelernten Industriebeschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stellt informelles Lernen eine Antwort auf die Herausforderungen der Qualifizierung dar. Daher widmet sich die kumulative Dissertation in Bezug auf die genannte Zielgruppe der Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie lässt sich informelles Lernen am Arbeitsplatz konzeptualisieren und operationalisieren? (Teilstudie 1 zur Entwicklung des Oktagon-Modells des informellen Lernens sowie zur Validierung eines 24 Items umfassenden Messinstruments); 2. Welche Konstrukte gehen als Antezedenzien dem informellen Lernen voraus und welche sind Ergebnisse des informellen Lernens? (Teilstudie 2 zur Entwicklung sowie empirischen Überprüfung des APO-Rahmenmodells der Antezedenzien, Prozesse und Lernergebnisse des informellen Lernens); 3. Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen den Arbeitsbedingungen und dem informellen Lernen über die Zeit? (Teilstudie 3 mit empirischer Evidenz für die in der Forschung bislang wenig beachtete „Aktives-Anpassen-Hypothese“, die einen Einfluss des Lernens auf die Arbeitsbedingungen annimmt). Dabei werden qualitative Methoden und die Analyse quantitativer Forschungsdaten von insgesamt 1726 Industriebeschäftigten kombiniert.

Die Arbeit ist auch für die betrieliche Praxis relevant. Im Abschnitt „Praktische Implikationen“ hat Decius die Anwendung des Oktagon-Modells und die Verknüpfung verschiedener Lernformen im Sinne agilen Lernens sowie potentielle Gefahren durch eine ökonomische Vereinnahmung des informellen Lernens diskutiert (S. 135ff).

Die Arbeit kann unter https://digital.ub.uni-paderborn.de/urn/urn:nbn:de:hbz:466:2-38313 eingesehen werden. Informationen zum Autor unter https://kw.uni-paderborn.de/fach-psychologie/personen-a-z/personen/55220.

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Digitale Tagung „Corona und Bildung“ der GEBF

Am 22./ 23.04.21 veranstaltet die Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung eine digitale Tagung mit dem Thema „Corona und Bildung – Herausforderungen und Chancen aus Sicht der Bildungsforschung“. Beiträge können bis zum 12.03.21 eingereicht werden.

Hier finden Sie den Call for Papers: CfP digiGEBF21 Thementagung Corona und Bildung

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BGF-Berlin ist TOP Brand Corporate Health

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass unser Partner BGF-Berlin, vertreten durch
Dr. Westermayer, in die Liste der Top Brand Corporate Health 2021 aufgenommen wurde.

Damit ist BGF-Berlin nach Vorschlägen der Verantwortlichen der „besten 100 Arbeitgeber Deutschlands“ einem Audit unterzogen worden und hat nach diesem Audit diese Auszeichnung erhalten.

Wir Gratulieren!

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Integration von VR- und AR-Technologien in betriebliche Lernprozesse

Wir erlauben uns, auf diesen interessanten Artikel von Tina Haase, Wilhelm Termath und Michael Dick zu verweisen:

Zusammenfassung: Virtual und Augmented-Reality-Technologien sind in der betrieblichen Praxis, insbesondere für die Mitarbeiterqualifizierung, zunehmend verbreitet. Die Ursachen liegen in der technischen Weiterentwicklung der erforderlichen Hard- und Software, die handhabbare (mobile) Lösungen zum angemessenen Preis ermöglichen als auch die steigende Akzeptanz gegenüber diesen Technologien infolge der stärkeren Nutzung im privaten Umfeld. Der Beitrag zeigt anhand ausgewählter Praxisbeispiele, die in fast 20 Jahren angewandter Forschung in diesem Themenfeld entstanden sind, wie vielfältig der Einsatz dieser Technologien im Bildungsalltag gestaltet werden kann. Dem Einsatz im Prozess der Arbeit, im seminaristischen Kontext und für das Selbstlernen stehen eine Vielzahl an technologischen und didaktischen Gestaltungsmöglichkeiten gegenüber: Datenbrille, PC oder Tablet sind nur einige Optionen. Basierend auf diesen Erfahrungen wird ein Vorgehen für eine systematische Technologieauswahl und -gestaltung sowie die organisationale Verankerung vorgestellt.

https://dl.gi.de/bitstream/handle/20.500.12116/34585/102.pdf

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